100 m überbrücken


#1

Folgende Situation: Ein Leitungsspender hat 50 MBit Bandbreite und eine Rocket zur Verfügung. 100 m entfernt ist eine Flüchtlingunterkunft, die wir versorgen möchten. Wir können vermutlich einen Außenrouter mit Sicht auf die Rocket unterbringen. Zur Verfügung steht bisher eine CPE 210. Euer Tip: Welche Übertragungsrate lässt sich da realisieren? Ist die vorhandere Hardware ausreichend oder sollten wir auf etwas anderes wechseln. Die Fresnelzone ist überwiegend frei.


#2

Ihr könnt es ja mal mit den vorhanden Geräten ausprobieren. Performanter wäre allerdings eine Richtfunkstrecke mit 5 GHz-Geräten (z. B. mit zwei LiteBeam M5), darüber bekommt man locker 50 MBit/s an Durchsatz. Das 2,4 GHz-Netz ist oft ziemlich voll, sodass der Durchsatz leidet. Das 5 GHz-Netz bietet da mehr Reserven.


#3

Ich würde auch erstmal klein anfangen/testen und falls nötig dann mit Nanobeam, Powerbeam oder sonstiger Richtfunk-Hardware mit Original-Firmware eine Brücke bauen.
Viel Erfolg und melde dich gerne bei Fragen/Problemen.


#4

Wie @Handle schrieb: 5 GHz Punkt-zu-Punkt mit Originalfirmware. Auf der Entfernung bei freier Sicht geht eigentlich alles: Loco M5, LiteBeam, etc…
Wenn man eine Mesh-on-LAN-Verbindung über PtP-WLAN abwickelt, kann es zu Problemen im Durchsatz kommen. Dazu gibt es einige Beiträge im “großen” Forum. Das lässt sich aber passend einstellen.


#5

Hi,

das hängt sehr davon ab, wie die Umgebung aussieht. In einem Wohngebiet sind wir auf 100 Meter mal grandios gescheitert, obwohl Sichtverbindung bestand.

Die am einfachsten zu konfigurierende Variante, wäre einfach Mesh und Gluon im 2,4 Ghz-Band. Allerdings würde ich dann auf beiden Seiten die Geräte per LAN anbinden, damit sie die Informationen nicht auch noch per Funk weitergeben müssen. Ggfs. kann man das Clientnetz ausmachen und dann die APs in der Flüchtlingsunterkunft auf andere Kanäle legen.

Die etwas professionellere Version wäre ein Pärchen Nanostations oder NanoBeams, die mit Originalfirmware laufen und als Funkbrücke funktionieren.

Grüße
Matthias