Planung Telgter Freibad mit Geflüchtetenunterkunft


#1

Hallo zusammen, ich war heute mit @lhu zur Ortsbeschauung am Telger Freibad, wo seit heute auch Gefüchtete eine Unterkunft bezogen haben. Die Vorderansicht seht ihr hier:


Von der Rückseite sieht das dann so aus. Wir würden durch das Dach auf den Mast kommen.

Verfunkt werden soll zum einen die Unterkunft der Geflüchteten ( Container ) und die Liegewiesen.

Wir haben uns natürlich schon unsere Gedanken gemacht, wie und mit welchen Geräten wir verfunken wollen, aber vielleicht habt ihr ja noch ein paar Erfahrungswerte und lustige Ideen. ( wir sagen erstmal unsere Gedanken nicht, so wie bei Günther Jauch seinem Ratespiel, damit wir das Publikum nicht vorab beeinflussen ) :relaxed: Die beste Idee gewinnt einmal freien Eintritt ins Schwimmbad…


#2

Welche Internetanbindung habt ihr? Und wo ist der Anschluss? Gibt es im Gebäude und oder Container vorhandene Netzinfrastruktur?


#3

Siehe Bild 2


#4

16.000 Leitung (+eventuell noch mal 10.000), keinerlei Infrastruktur vorhanden


#5

Ok, dann rate ich mal.

  1. Wir gehen im Sommer von mindestens 100 Nutzern aus. Deshalb ist es wichtig, den Äther zu entlasten, denn 100 Clients auf Kanal 1 zusammen mit mehreren Routern gibt ein Nadelöhr. Auch Hidden Node Problematik wird sich kaum vermeiden lassen?

  2. Also Kabel verlegen, wo immer möglich. Z.B von Internet zu Mast. Alternativ propritäre Punkt zu Punkt Verbindung auf Kanal >>1. Z.b. von Mast zu Unterkunft und von Mast zu zentralem Router im Außenbereich.

  3. Innen, wo nötig einen Rundstrahler, z.B. 1043, je nach Räumlichkeiten. Außen einen guten Outdoor Rundstrahler und einen Weiteren, falls nötig, zum Ausleuchten der Ecken. Oder Alternativ mehrere Sektorstrahler an einem zentralen Mast. Dort das Netz hinbringen durch Punkt zu Punkt Verbindung vom Mast auf dem Dach, wenn Sichtverbindung besteht.

  4. Sendeleistung der Geräte mit FF-wlan ggf. reduzieren, um überlappende Bereiche zu minimieren und Hidden Note Problematik zu reduzieren.

Die optimale Lösung liegt wohl daran, ob/wo Ihr Kabel legen könnt/wollt…

Kann ich einen Zuschauerjoker nehmen? Eine grobe Skizze der Aufsicht auf die Gegebenheiten mit ungefährer Bemaßung wäre gut, um Reichweiten/Ausleuchtung zumindest grob abzuschätzen. Ansonsten hilft im Zweifel wohl nur Ausprobieren.

Klingt sinnvoll?


#6

Ich hoffe so wird es deutlicher… Das erste Foto wurde von der Position “Foto 1” aufgenommen.
Der Internet Zugang liegt unter Mast 1 und kann wahrscheinlich an den Dachziegeln vorbei bis zum Mast gelegt werden.


#7

Von Mast 1 zu Mast 2 würde ich Kabel verwenden wenn möglich, alternativ Punkt-zu-Punkt mit anderem, nicht überlappendem Kanal(Kanal 5/9/13). Die Liegewiesen entweder mit Nanostation / CPE bedienen oder per Punk-zu-Punkt hinleiten und per Rundstrahler Picostation/Rocket verteilen (dann braucht man da aber Strom. Falls zwischen Gebäude und Schwimmbad noch was stehen soll, 1-2 Rundstrahler im Gebäude oder an den Masten.

Für die Flüchtlinge würde ich auf Kabel und kleinere normale Dosen setzen. Die Container sind aus Stahl das dürfte zu viel Strahlung schlucken um sinnvoll durch die Wände zu kommen. Falls Kabel als Zuführung nicht gehen wieder Punkt-zu-Punkt und innen mit Kabel weiter verteilen.


#8

Ich versuchs mal einfacher und würde persönlich empfehlen einfach anzufangen und dann erst rumzutunen (am besten nachdem man mal was gemessen hat).

3 Nanos/CPE an einen Mast an den du drankommst.

Darauf Stock Firmware, 3 Kanäle. 2x Liegewiese, 1x Geflüchtete
Wenn du LOS hast ist die Entfernung kein Problem. Und Hidden Node schon garnicht. (Wie kommst du darauf @woerde?)
unten ne 1043 dran fertig ist das digitale Glas Wasser.

Variante: In Richtung Geflüchtete mit FF Firmware, dann kann man da noch 841er in Ecken werfen.


#9

Ich würde mir das erst einmal viel einfacher machen, dann hat man hinterher immer noch Verbesserungspotenzial.
Einfach erst mal eine CPE210 an jeden Mast (also 2 insg.) und diese auf Liegewiese 1 und 2 gerichtet. Der Rest wird genug ab bekommen, denn die CPE leuchten auch nach hinten genug aus (ca. 20 Meter bestimmt).
Kanalveränderung etc. würde ich aus Wartungsgründen erst einmal gar nicht in betracht ziehen. Erst wenn es wirklich nicht klappt.


#10

Auf demselben Kanal machen 2 CPEs nebeneinander nicht wirklich Sinn.


#11

120° anstelle 60° und zwei CPUs anstelle einer. Und die Reichweite ist “in der Mitte” deutlich größer.
Nahe ich würde da einen sehen.
Nur nicht zu nah aneinander (unter 50 cm), sonst stören die sich.


#12

Die stehen sich gegenseitig auf der Airtime wenn sie auf demselben Kanal nebeneinanderhängen. Kanalwechsel kostet keinen Aufwand.
Ach so: Ich gehe von Stock Firmware aus, nicht FF Firmware auf den Dingern.


#13

Eine weitere Möglichkeit wäre z. B. ein OutdoorAP+ (oder ein anderes Gerät mit zweitem Ethernetport und PoE-Passthrough) am Mast, den man noch mit einem 5 GHz-Gerät mit StockFW als ‘client’ ergänzt. Dann hat man im 2 GHz klassisch Freifunk inkl. Roaming und allem zipp und zapp und im 5 GHz reichlich Platz für weitere Nutzer unter Berücksichtigung von DFS, die dafür allerdings auf das Roaming verzichten müssen. Selbst noch nicht probiert, erscheint mir aber durchaus praktikabel.


#14

Ah! Na dann macht eine individuelle Konfig Sinn. Ich würde einfach erst einmal zwei CPEs mit FF-Firmeware an die Masten dängeln und mal schauen was passiert.

Das geht doch aber nicht mit der FF-Firmeware?!


#15

Das geht doch aber nicht mit der FF-Firmeware?!

Nein, deshalb der Vorschlag, draußen mit 2,4 GHz “echten” Freifunk zu fahren und für stark belastete Bereiche 5 GHz mit StockFW “aufzupfropfen”