RPi als Offloader + Unifi AP als AP per VLAN in bestehendes Netzwerk einbinden

Hallo allerseits,

ich würde mich über Feedback über folgende Idee freuen, da ich noch keine Freifunk-Erfahrung habe:

Ich habe einen Unifi AP AC Pro (UAP-AC-PRO) übrig, den ich gerne erstmal für Freifunk einsetzen würde, bis ich ihn anderweitig benötige. Um ihn spontan anders nutzen zu können, würde ich gerne davon absehen, eine andere Firmware zu flashen. Ebenso soll er nicht über den FF-Controller gesteuert werden, sondern weiterhin über meinen eigenen.

Stattdessen folgende Idee:

  1. Ich nutze einen Raspberry Pi (habe hier noch einen RPi 1 Mod. B im Einsatz, aktuell als Wireguard-Knoten) als offloader. Hierfür, habe ich gesehen, haltet ihr schon Firmware vor.

  2. Der RPi bekommt ein erstes VLAN (nur Zugriff ins Internet), über ein zweites VLAN können der AP und der RPi untereinander kommunizieren (kein Zugriff ins Internet).

  3. Am AP definiere ich die Freifunk-SSID ebenfalls in das zweite VLAN.

  4. Über ein drittes VLAN und eine weitere SSID könnte man auch Mesh abbilden.

Ergibt das so Sinn? Mache ich Denkfehler? Hat das eventuell schon mal jemand in Docker oder etwas ähnliches gebaut?

Freue mich auf euer Feedback!

Moin,

der UAP-AC-Pro kann mit Originalfirmware kein Meschnetz aussenden.

Grüße
Matthias

Das ist ja schon einmal eine wichtige Information, danke dafür. Kann ich Mesh über den RPi direkt aussenden lassen, wenn ich ein neueres Modell mit integriertem WLAN nutze?

Das bezweifele ich.
Das mit den Pis und Freifunk macht auch nur begrenzt sinn in meinen Augen. Die Hardware ist im vergleich zu einem einfachen Router schlicht zu teuer und leistet im Gegensatz dazu zu wenig.

Ich würde mir einen Hardware Router besorgen, das Clientnetz-WLAN abschalten sodass er nur noch Mesh sendet und ihn dann in deine VLAN Konstruktion einbinden und das WLAN über den Unifi aussenden.

Okay. Andere auch. Dann geht es vermutlich aktuell nicht. Danke!

Das sehe ich wie du, aber ich möchte gerne keine neue Hardware für einen Spezialzweck anschaffen, sondern – falls möglich – vorhandene Hardware oder neue, allgemein verwendbare Hardware nutzen.

…dazu kommt, dass ich nicht um jeden Preis Freifunk machen möchte, sondern mich vor allem darauf freue, mehr über die Dienste und die Konfiguration zu lernen. Auch das spricht für mich – in diesem konkreten Fall – gegen die „fertige“ Lösung.

Im Ergebnis scheint also Unifi APs + Offloader + Mesh-AP aktuell die kleinste Möglichkeit zu sein – oder eben die Firmware auf den AP flashen, aber dann strahlt der meine Netze nicht mehr aus und ich kann ihn nicht kurzfristig anders einsetzen.

Danke für eure Gedanken!

3 Like

Moin zusammen,

ich hefte mich einfach mal an den Tröt hier, da ich gerade über ein ähnliches Szenario nachdenke. Ich würde jedoch keinen RPi verwenden sondern wollte das ganze über eine VM (oder noch besser einen Container) in meinem Proxmox-Host realisieren, welche dann die verschiedenen Netze über VLANs bezieht bzw. liefert. Da meine TPLink 841 in Relation betrachtet zu viel Strom fressen und mir dafür zu wenig Bandbreite liefern reizt es mich privat, das mit der VM auszuprobieren um die gesammelten Erfahrungen dann ggf. in unserem dienstlich betriebenen FF-Netz einfließen zu lassen um auch hier bessere Leistung zu liefern.

Ich habe bisher einige Anleitungen zum Thema Offloader in einer VM gelesen, aber keine gefunden, die scheinbar mein Szenario behandelt. :man_shrugging:

Dazu meine Fragen:

  1. Wäre es möglich den Offloader in einem (z.B. Ubuntu-)Container zu betreiben? Wenn ja, existiert irgendwo eine Anleitung dazu?
  2. Was ist im Mesh-Netz anders als in einem normalen WLAN? Bzw. Warum können die Unifi AP das Mesh-Netz nicht senden?

Vielleicht hat der/die ein oder andere ja einen Tipp für mich! :slight_smile:

Grüße,
BlackAlpha

Moin,

ein 841er schafft über Kabel-Mesch 60 Mbit/s. Was willst du denn bauen :grinning:? Applikationen die eine höhere Bandbreite benötigen, sind für Freifunk ungeeignet. Zwar liefern vereinzelt Router auch mehr, wir haben schon 150-300 Mbit/s im Freifunk-Netz erlebt. Eine 4040 schafft auch ihre 120 Mbit/s. Aber die angepeilte Mindestgeschwindigkeit sind lediglich 20 Mbit/s. Und derzeit sind die Gateways auch recht am Limit.

Der Stromverbrauch ist auch relativ gering mit 5-8 Watt. Klar läuft dein Hypervisor vielleicht ohnehin, aber auch da ist der Stromverbrauch nur im Idle niedrig. Sobald der was tut, geht der auch deutlich hoch. Und Virtualisierung ist seeeehr CPU-belastend.

Zum Ausprobieren und Lernen kann ich es natürlich nur empfehlen!

Gerade wenn du auf Stromverbrauch guckst, ich habe z. B. lange Freifunk in einem Stromsparboard von Intel mit einen J3455-Prozessor betrieben. Der Durchsatz belief sich gerade mal auf 20-30 Mbit/s virtualisiert. Also schlechter und das liegt an der Virtualisierung, die teilweise recht ineffizient ist für die vielen kleinen Layer-2-Pakete im Freifunknetz. Da kommt es auf Hardwareperformance an und das können so Plastikrouter teilweise ganz gut eigentlich.

Zumal die Stromeinsparung dahin ist, wenn du einen Gluon-Router für das Mesch brauchst. Zur Erinnerung nur VM für VPN und einen proprietären AP von Ubiquiti ist nach unseren Nutzungsbedingungen nicht erwünscht und auch nicht erlaubt.

Dazu wende dich bitte an die Firma Ubiquiti ob sie Meschnetz nach dem offiziellen Standard 802.11s anbieten wollen. Derzeit bieten sie nur ihr eigenes, proprietäres Meschsystem an, was mit versteckten SSIDs im WLAN-Infrastrukturmodus arbeitet. Sie halten sich kurzum gesagt nicht an definierte Standards.

Ubiquiti ist inzwischen leider recht OpenWrt feindlich und verhindert auf neueren Modellen das Einspielen von freier Software.

Du kannst die Gluon-Freifunk-x86-64 Images einfach in KVM laden. Für alle anderen gängigen Virtualisierer werden auch fertige Images angeboten.

Siehe auch: https://wiki.freifunk-muensterland.de/display/FREIF/Hypervisor+-+KVM+-+Konfiguration+Server+an+Richtfunk-Standorten#Hypervisor-KVM-KonfigurationServeranRichtfunk-Standorten-VirtuellesGluoninstallieren

Viele Grüße
Matthias

1 Like